sebaso

Heute wurde in Stuttgart symbolisch der Südflügel besetzt. Nachdem die Besetzer dann freiwillig das Gebäude verlassen wollten stellte sich raus - die Tür klemmt. Damit begann der lustigste Polizeieinsatz, den man auch noch live im Netz verfolgen konnte - wie lange braucht ein SEK, um eine Stahltür zu öffnen. Und wer’s verpasst hat - auf

http://bambuser.com/channel/tilman36/broadcast/1094091 kann man ab ca 1:30 die Geschichte mit der Tür nochmal anschauen. Highlight dann bei ca 2:22 “Der Kollege hat extra die Tür für Sie aufgeflext.”

Und hier kann man jetzt noch die Twitterunterhaltungen dazu nachlesen: http://search.twitter.com/search?q=%23t%C3%BCr+%23s21

(Gefilmt hat das ganze http://twitter.com/tilman36 - Danke!)

update 17.10.:
In den Presseberichten zur Südflügelräumung/Besetzung findet sich nichts von dem Vorfall. Stattdessen wurde die von dpa verbreitete Polizeivariante “Etwa 35 Besetzer hätten nach einer guten Stunde weitgehend freiwillig aufgegeben, sagte ein Polizeisprecher am Samstagabend. […] Wer dazu aufgerufen hatte, blieb zunächst unklar. Die Aktion sei live im Internet übertragen worden, hieß es.” (diverse) übernommen oder die Agenturmeldungen wurden wie bei ZDF heute mit “Die Besetzer hatten eine Türe aufgehebelt und hinter sich verrammelt” gleich in eine eigene Version der Geschichte umgeschrieben. Spiegel Online hat nach Hinweisen den “Live im Internet übertragen worden”-Absatz dann zu “Auf Live-Bildern im Internet war zu sehen, wie die Polizisten eine Tür aufschweißten und die Demonstranten heraustrugen.” verschlimmbessert.

DPA Stuttgart hat die oben erwähnte überall übernommene Tageszusammenfassung geschrieben, wußte aber nichts vom Livestream und auch nichts davon, wie die “Räumung” tatsächlich ablief. (Heute morgen scheint der “live im Internet” Part nicht mehr in der Meldung zu stehen, dafür verbreitet AFP wohl eine Meldung, es sei zu “Zusammenstößen[n] zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen”, findet sich so bei Der Westen und Stern.de)

Es gibt (gab?) inzwischen auch ein Presseerklärung der Aktivisten, die ist aber gerade irgendwie nicht abrufbar.  

Über den Livestream haben sich dann andere Gedanken gemacht: 
http://www.xtranews.de/2010/10/16/stuttgart-21-sternstunde-des-buergerjournalismus/ hat eine gute Einschätzung, was der Livestream von der Tür für ungefilterten Infozugang bedeutet (bzw hätte bedeuten können, muss man in diesem Fall ja sagen). 

http://www.freitag.de/community/blogs/tom-strohschneider/die-tuer-von-stuttgart-eine-bahnhofsbesetzung-im-livestream Tom Strohschneider fragt sich, was die ständige Verfügbarkeit der Bilder mit uns macht.

Improving the air travel experience is something of a passion of mine, so when I saw Tyler Thompson’s boarding pass redesign, I was intrigued. His article is well-thought-out and provoking, but unfortunately his redesigns don’t address a lot of the practical issues that airline travelers and…

(Das ist eine erste Skizze, um den Unterschied zwischen “Internet” und “Internet” zu erklären.)
Das Internet früher (man “geht online”, man geht auf eine Website, um Nachrichten zu lesen, auf eine andere, um etwas zu bestellen, man macht Fotos, die man dann später auf den Computer lädt…).
vs.
Das Internet heute (man lebt so vor sich hin, viele Dinge die man macht, macht man nebenbei auch online vernetzt. Häufig benutzt man noch ein etwas starres Hardware-Interface aka Computer dafür).
Das klingt sehr trivial. Aber aus meiner Sicht ist das Problem, dass viele der “über das Netz Entscheider” von einem Internet anno spätes 21. 20. Jahrhundert Internet-Bild ausgehen. Und weil ich heute erst wieder was von “ins Netz gehen”, “es darf keinen online-Zwang geben” und “Internetterminals in Bibliotheken” gelesen habe, habe ich mal angefangen, mit ConceptDraw eine Skizze zu bauen, weil alle Illustratoren hier gerade ausgeflogen sind. ;) (Wo ich das las, spielt keine Rolle. Es könnte überall im politischen Raum gewesen sein. Das ist ja das Problem dabei.)
So, und jetzt alle: Vielleicht können wir mal gemeinsam den Internet früher und heute Text kurz und knapp schreiben, so dass er tatsächlich verständlich ist (und nicht nur mit Insiderbegriffen um sich wirft). Ich hab mal ein Pad aufgesetzt: http://piratepad.net/internet
Und wenn jemand die obige Grafik in schön machen kann, es wäre mir ein Fest.
(Und weil ich gerade zu blöd bin, die “alle dürfen kommentieren” Funktion bei tumblr zu aktivieren - Kommentare bitte einfach ins  http://piratepad.net/internet in den Chat.)

(Das ist eine erste Skizze, um den Unterschied zwischen “Internet” und “Internet” zu erklären.)

  • Das Internet früher (man “geht online”, man geht auf eine Website, um Nachrichten zu lesen, auf eine andere, um etwas zu bestellen, man macht Fotos, die man dann später auf den Computer lädt…).

vs.

  • Das Internet heute (man lebt so vor sich hin, viele Dinge die man macht, macht man nebenbei auch online vernetzt. Häufig benutzt man noch ein etwas starres Hardware-Interface aka Computer dafür).

Das klingt sehr trivial. Aber aus meiner Sicht ist das Problem, dass viele der “über das Netz Entscheider” von einem Internet anno spätes 21. 20. Jahrhundert Internet-Bild ausgehen. Und weil ich heute erst wieder was von “ins Netz gehen”, “es darf keinen online-Zwang geben” und “Internetterminals in Bibliotheken” gelesen habe, habe ich mal angefangen, mit ConceptDraw eine Skizze zu bauen, weil alle Illustratoren hier gerade ausgeflogen sind. ;) (Wo ich das las, spielt keine Rolle. Es könnte überall im politischen Raum gewesen sein. Das ist ja das Problem dabei.)

So, und jetzt alle: Vielleicht können wir mal gemeinsam den Internet früher und heute Text kurz und knapp schreiben, so dass er tatsächlich verständlich ist (und nicht nur mit Insiderbegriffen um sich wirft). Ich hab mal ein Pad aufgesetzt: http://piratepad.net/internet

Und wenn jemand die obige Grafik in schön machen kann, es wäre mir ein Fest.

(Und weil ich gerade zu blöd bin, die “alle dürfen kommentieren” Funktion bei tumblr zu aktivieren - Kommentare bitte einfach ins  http://piratepad.net/internet in den Chat.)

Telepräsenz Roboter Texai von http://www.willowgarage.com/blog

Sehr ausführlicher Text, warum das Netz mehr ist als Websites und Apps und an welchen Stellen gerade unsere Gesellschaft positiv durchgeschüttelt wird, auch wenn es noch nicht alle wahrhaben wollen.

Vielleicht sehen so Fernsehformate der Zukunft aus: einen möglichst komplexen Andeutungs- und Anspielungsraum schaffen und dann das Publikum für seine eigene Unterhaltung sorgen lassen.

26.5. zitty Stadtgespräch - Zukunft der Stadt


17.30 Uhr Theaterstück „Was machst Du morgen?“ (Regie: Ayhan Sönmez)
Ballhaus Naunynstraße/ akademie der autodidakten

18.30 Uhr Beginn der Podiumsdiskussion
Es diskutieren zum Thema Zukunft der Stadt:

Claudius Seidl – Feuilleton-Chef der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”, Herausgeber von “Hier spricht Berlin”
Shermin Langhoff - Künstlerische Leiterin des Ballhaus Nanynstraße
Ramona Pop - Fraktionsvorsitze im Abgeordnetenhaus von Bündnis 90/Die Grünen
Fritz Reusswig - Potsdam Institut für Klimafolgenforschung
Andrej Holm – Sozialwissenschaftler mit dem Schwerpunkt Stadterneuerung und Gentrifizierung

Im Anschluß: Vorstellung fünf visionärer Projekte zum Thema Zukunft der Stadt

smart urban stage, Oranienburger Straße 59-63, 10119 Berlin
26. Mai 2010, Beginn 17.30 Uhr
Der Eintritt ist frei, eine Voranmeldung erforderlich unter stadtgespraech@zitty.de

Dass das “zitty Stadtgespräch - Zukunft der Stadt” mit @andrejholm, Ramona Pop, Claudius Seidl u.a. ausgerechnet im Rahmen des Werbeevent “smart urban stage” und nur mit Voranmeldung stattfindet, ist bestimmt total subversiv.

“While it’s easy to track purchases made with a debit card or credit card by looking at your bank statement and importing that information into a budgeting tool, tracking cash spending has been a lot tougher.”